Valdir Santos – Forró: Tanz & Musik (Brasilien)

Termin: 10. Juni, 18.00 Uhr, Lutherstift, Schusterstraße 15

Die Musik Nordostbrasiliens, die Música Nordestina, hat viele verschiedene Ausdrucksformen. Eine der bekanntesten ist der Forró, gleichermaßen Musik- und Tanzstil.
Seine Quellen sind die Musik der ehemaligen Sklaven, das italienische Akkordeon, französische und portugiesische Quadrille-Tänze und die Polkas der osteuropäischen Einwanderer. Forró-Feste sind sehr beliebt, das größte findet zur brasilianischen Wintersonnenwende am 21. Juni in São João statt. So wie die Samba zum Karneval in Rio gehört, gehören zu diesem Fest die Trios de Forró mit den typischen Instrumenten: Zabumba (Trommel), Sanfona (Knopfakkordeon) und Triangel. Fünf Rhythmen fasst man unter dem Begriff Forró zusammen, neben Forró selbst sind es Baião, Xaxado, der schnelle Arrasta-pé und der mit leichtem shuffle-feel gespielte Xote.
Der Sänger und Musiker Valdir dos Santos Perreira stammt aus Caruaru im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco. Die Musik wurde ihm praktisch in die Wiege gelegt, denn sein Vater war begeisterter Forró-Anhänger und seine Mutter Akkordeon-Spielerin, und er wurde an einem Samstag geboren, der in seiner Heimat ein traditioneller Tanztag ist! Bis zu seinem 15. Geburtstag lebte er im Stadtviertel São Francisco, bekannt für die brodelnde Rua Preta (Schwarze Straße), wo er die typische Musik Caruarus kennen- und schätzen lernte. Seine Eltern motivierten ihn zum Musikstudium. Mittlerweile hat er mehrere CDs veröffentlicht und pendelt zwischen Konzertauftritten und der ehrenamtlichen Arbeit beim P.I.M., einem Projekt, das versucht, Jugendlichen die musikalischen Traditionen brasilianischer Folkmusik nahezubringen.

Valdir Santos: Gesang, Gitarre
José „Berinho“ da Costa: Sanfona (Akk)
Wagner Santos: Zabumba, Pandeiro
Ivison Santos: Perkussion

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