Ti-Coca & Wanga Nègès – Kompa und andere kreolische Klänge (Haiti)

Termin: 24. Februar, 18.00 Uhr, Hauptkirche Unterbarmen, Martin-Luther-Straß4 15

Haiti gilt als das „afrikanischste” Land der Karibik. Hier haben die Bevölkerungsströme über Jahrhunderte faszinierendes kulturelles und musikalisches Treibgut hinterlassen, hier sind die Erinnerungen der Konquistadoren lebendig. Hispaniola, die Insel auf der Haiti liegt, war die erste Kolonie in der Neuen Welt. Und hier kam es auch zum ersten erfolgreichen Sklavenaufstand.
Auf Haiti bewahren nicht nur die Trommeln des Voodoo das schwarze Erbe, sondern auch die Rhythmen und Gesänge der lokalen Troubadoure. Und so schöpfen Ti-Coca und seine Wanga-Nègès (so heisst der Kolibri, der auf Haiti Symbol der Verführung ist) aus einem reichen Liederschatz, der von untreuen Geliebten, gierigen Priestern, schrecklichen Chefinnen und guten Jägern handelt, aber auch vom Geist des Wassers oder den Gottheiten aus der alten Heimat in Afrika.
Ti-Coca ist ein Twobadou, ein Troubadour der haitianischen Kultur mit einer Stimme, die an manche der großen alten Kubaner erinnert. Zum Repertoire der Band, gespielt mit Akkordeon, Kontrabass, Banjo und Trommeln gehören neben Konpa, der typischen kreolische Musik aus Haiti auch Boleros, Merengue und sogar englischer Contredanse.

David Mettelus „Ti-Coca“ Gesang, Maracas
Allen Juste Akkordeon, Gesang
Richard Hector Banjo, Gesang
Wilfrid Bolane Kontrabass, Gesang
Mathieu Chertoute Conga, Gesang

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