Ensemble Ramel Aleppo – Sufi Poesie (Syrien)

Termin: 22. Januar, 18:00 Uhr, Thomaskirche, Opphoferstraße 60

Aleppo ist die zweitgrößte Stadt Sy­riens und gehört zu den wichtigsten kulturellen Zentren des Orients. Die Stadt verweist auf eine etwa 4.000 Jahre alte dokumentierte Geschichte. Für viele Musiker der arabischen Welt war die Stadt bis zum Kriegsbeginn eine wichtige Referenz für ihr künstle­risches Schaffen. Inzwischen haben von den ursprünglich 2 Millionen Ein­wohnern Hunderttausende die Stadt verlassen müssen, so auch die Musiker des Ensembles Ramel, die 2013 in Frankreich Asyl gefunden haben.

Das Repertoire des Ensembles umfasst eine Fülle mystischer Kompositionen aus der Levante, vor allem des Hela­liya Sufi-Ordens, in dem die Musiker ihre Ausbildung erhielten, und zeugt von der syrischen, türkischen und ägyptischen Geschichte des Ordens

Im Verlauf der Jahrhunderte hat die Musik des Ordens aramäische, byzan­tinische und islamisch osmanische Ein­flüsse aufgenommen und sich so, statt im rein klassischen Sufi Repertoire zu verharren, ständig weiterentwickelt und modernisiert. Die Kompositi­onen erhalten die traditionelle Form des Dhikr, der zeremoniel­len Andacht aufrecht. Diese be­steht aus drei parallelen musikali­schen Linien, die das Oberhaupt der Gruppe und die Dhikr Sänger intonieren. Dabei werden die al­ten Maqams benutzt, die poly­phon und mikrotonal miteinander verbunden sind.

Khaled al Hafez: Duff und Gesang
Tarek al Sayed: Oud
Tamam Ramadan: Ney
Fawaz Baker: Kontrabass

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