Nawal – Afro-Sufi Songs (Komoren)

Termin: 16. Februar, 18:00 Uhr, Hauptkirche Unterbarmen, Martin-Luther-Straße 16

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Nawal Mlanao wurde auf den Komoren geboren, einem nordöstlich von Madagaskar an der Ostküste Afrikas gelegenen Inselstaat im Indischen Ozean. Die Sängerin und Komponistin, die heute zwischen Frankreich und den Komoren pendelt, stammt aus einer Familie, in der Musik und Spiritualität eng zusammengehören: ihr Großvater, Mohammed Ben Ahmed Al-Maarouf, war auf den Komoren der am meisten verehrte islamische Heilige.16. Februa

Nawal besuchte die Schule der Klosteranlage, wo der Heilige begraben ist, und wurde nach den Vorschriften der Shadhuliya erzogen, einer der vier großen Bruderschaften des Archipels. Entgegen der komorischen Traditionen wurde sie die erste Frau des föderalen Inselstaats, die mit eigenen Kompositionen öffentlich auftrat. Als Jugendliche ging sie zum Studium nach Frankreich. Dort setzte sie ihre Forschungen über die Instrumente, die Rhythmen und die Themen der reichen musikalischen Tradition der Komoren fort

Nawal Mlanao spielt die Gambusi, ein banjo-ähnliches Instrument, das ursprünglich aus dem Jemen stammt, Gitarre, Flöte, die afrikanische Mbira, die iranische Rahmentrommel Daf sowie weitere Perkussionsinstrumente. Viele Melodien ihrer Lieder stammen aus dem islamisch-arabischen Raum und berufen sich zudem auf polyphonen Rhythmen der afrikanischen Bantu sowie die Trance-Tradition der Sufis. Auch Einflüsse aus ihrer neuen Heimat Frankreich haben in der Musik der Sängerin und Multi-Instrumentalistin Spuren hinterlassen.

Die meisten zwischen alter Tradition und urbaner Gegenwart changierenden Stücke singt Nawal in der komorischen Sprache Shikomor, die neben Französisch und Arabisch eine der drei Amtssprachen der Komoren ist.

Nawal: Gesang, Gambusi, Gitarre, Daf

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