Kordula Lobeck de Fabris: Künstlerstipendium Villa Waldberta, Feldafing

Termin: 1. Februar bis 30. April 2018, Internationales Stipendiatenhaus der Stadt München am Starnberger See

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Mit der Villa Waldberta, dem Internationalen Künstlerhaus der Stadt München in Feldafing, ermöglicht die Kommune internationalen Künstlerinnen und Künstlern zeitlich begrenzte Arbeitsaufenthalte für künstlerische oder wissenschaftliche Projekte.

Seit 2005 werden die Gäste projektgebunden eingeladen und kommen aus allen Kunstsparten inklusive kulturnahen Wissenschaften. Das stärkt einerseits die internationale Vernetzung der Münchner Kulturszene und lässt sie andererseits von der besonderen Kreativität profitieren, die mit dem interdisziplinären, spartenübergreifenden Ansatz einher geht.

Villa Waldberta

Für das I. Quartal 2018 werden unter dem Schwerpunkt „Visionen gestalten“ mehr als 30 Stipendiatinnen und Stipendiaten für Projekte und Kooperationsmöglichkeiten mit der Münchner Kunst- und Kulturszene eingeladen.

Von Februar bis April 2018 kommen über das Magdalenaprojekt, einem internationalen Netzwerk von Frauen im zeitgenössischem Theater und Performance, Gäste aus Dänemark, Brasilien, Serbien, Mexiko, Costa Rica und Deutschland in die Villa Waldberta, die vor allem im Kreativquartier München ihre Theaterperformances, Musikevents oder Installationen zeigen werden.

Alle Gäste sind Teil des Magdalena-Projekts München, bei den meisten der hochkarätigen Theater- und Performancefrauen können während ihres Aufenthalts auch Workshops gebucht werden. Außerdem sind in den nächsten Wochen viele spannende Veranstaltungen unterschiedlichster Art geplant. Der offizielle Auftakt ist am Freitag, 2.2.2018 im Theater HochX München (mehr unter www.magdalenamuenchen.de).

Stipendiatin von Januar bis April 2018 ist auch Kordula Lobeck de Fabris / Deutschland.  Die freischaffende Regisseurin, Theaterpädagogin und Kunstvermittlerin ist u. a. Mitbegründerin und künstlerische Leiterin von „Unter Wasser fliegen“, ein Verein mit Sitz in Wuppertal, dessen Focus auf internationalem kulturellen Austausch liegt. Ihre Arbeit konzentriert sich auf das „Neue Theater“ von Theatergruppen sowohl in Europa als auch in Nord- und Südamerika; in Lateinamerika hat sie jahrelang auch als Theaterleiterin, Produzentin und Forscherin gelebt. Außerdem ist sie als ausgesprochene Expertin und Netzwerkerin häufig auf internationalen Konferenzen und Kongressen des „Neuen Theaters“ zu finden.

Ein wesentlicher Focus der Arbeit von Kordula Lobeck de Fabris liegt auf professioneller Theaterarbeit im soziokulturellen Umfeld. Die Modellprojekte, die sie in diesem Zusammenhang entwickelt hat, wurden u. a. schon durch die EU und das Auswärtige Amt unterstützt. Ihr großes Anliegen dabei ist es, in Zusammenarbeit mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern einen internationalen Austausch innerhalb dieser soziokulturellen Bereiche zu schaffen.

Die künstlerischen Beiträge von Kordula Lobeck de Fabris in den Monaten Februar bis April sind:

• die Installation „Unsichtbare Orte – Weil das Leben ein Geschenk ist…“ vom 01.-05.03, PATHOS Theater München

• Inszenierte Lesung: „Moje Holka“ von Amaranta Osorio (Mexiko/Frankreich) und Itziar Pascual (Spain) am 12.04.2018 in der Villa Waldberta. Schauspielerinnen: Sabine Bollenbach und Mira Mazumdar.

• ein kreativer Prozess zum Thema „Unsichtbare Orte – Frauen in der Kunst“, der in Form einer Installation mit Life Perfomances vom 19.-23.04. im PATHOS Theater München präsentiert wird
Beim monatlichen Jour Fixe in der Villa Waldberta am 8. Februar 2018 wird schon ein erster Einblick in die Installation „Unsichtbare Orte: Weil das Leben ein Geschenk ist…“ gegeben.

Eine ganz einfache Frage war der Ausgangspunkt für ein beeindruckendes Kunstprojekt, die junge Asylsuchende den Passanten auf der Straße gestellt haben, nämlich „Was denken Sie, wenn Sie uns sehen?“ Aus dieser Aktion der oft minderjährigen Flüchtlingen aus Afghanistan wurde eine Bild-, Ton-, Klang und Textinstallation, der es gelingt, die Besucher/innen zu unsichtbaren Orten zu führen, an denen Begegnung möglich wird. Bis Sonntag 4. März im Kreativquartier von 14:00 -21:00 Uhr zu besichtigen, am Samstag 3. März zusätzlich mit einer Netzwerkveranstaltung von 15:00 -18:00 Uhr mit der Initiatorin und Stipendiatin der Villa Waldberta Kordula Lobeck de Fabris sowie mit zwei der am Projekt beteiligten Jugendlichen aus Afghanistan.

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